Von Sambia nach Tansania - Reisebericht

Der TAYOMI Förderverein e.V. lädt ein zu einer Afrikareise:

am Samstag, 18. November 2017 um 19:00 Uhr in Reichenbach/Fils,
Paul-Schneider Haus, Paulinenstraße 15

Familie Grau war im August 2017 in Afrika. Die Reise führte zunächst nach Lusaka in Sambia mit dem Besuch der Missionsstationen Leopard Hill, CRESO und dem Kinderheim „Open Arms“.
Nach 5 Tagen ging es weiter nach Livingstone zu den Viktoriafällen, nach Botswana zum Chobe- Nationalpark und anschließend in abenteuerlicher rund 1700km langen Fahrt mit dem Überlandbus nach Tansania mit Stopp in Mbeya und Abstecher an den Malawisee.
Dann nochmals 600 km weiter nach Melela an die DMS Dr. Mezger Secondary School. Hier gab es viele interessante Begegnungen mit TAYOMI, der Tansanischen Jugendbewegung, die der deutsche TAYOMI Förderverein seit 30 Jahren unterstützt. Nach 30 Tagen endete die Reise traditionsgemäß mit einem Badeaufenthalt am indischen Ozean im Kipepeo Beach Resort in Daressalam.
An diesem Abend erzählt Familie Grau anhand von Bildern von ihren Erlebnissen, Begegnungen und Erfahrungen, die sie auf ihrer Reise gemacht haben.

Karibu sana! – Herzlich willkommen!

100 Bäume und 1 kaputtes Auto

Am 18. April fand wieder ein Tansania – Abend  im Paul Schneider Haus in Reichenbach statt. Wir waren überrascht und erfreut über das große Interesse an der Arbeit von TAYOMI, einem christlichen  tansanischen Jugendnetzwerk. Im März  war wieder ein Team vor Ort zu einem Arbeitseinsatz an der Dr. Mezger Secondary Schule (DMS). Es gab auch Gelegenheit  das Tayomi Jugendnetzwerk zu besuchen und  Kontakte zu unseren tansanischen Freunden zu pflegen. Die sechs jungen Leute waren das erste Mal in Afrika. Sie wurden betreut von Siegbert und Irmgard Kammermeyer, die schon mehrmals in Tansania waren. An diesem Abend berichteten sie anhand von Bildern und Videoclips von ihren Erlebnissen und Eindrücken ihrer Reise. Alle konnten mit Überzeugung sagen, dass Tansania eine Reise wert ist und sie gerne wieder einmal mit dabei sein möchten. Die Schule macht einen guten Eindruck, der neue Schulleiter muss sich noch einarbeiten. Wir konnten mit den Schülern schöne Workshops gestalten, z.B. Kunst, Optik, Handwerk und Sport. Die Schüler fanden schnell Kontakt zu dem jungen Team und es entstand ein guter Austausch zwischen zwei ganz unterschiedlichen Kulturen. Wir besuchten mit Erick Lungwe einen der größten Zweige des Jugendnetzwerks in Mbeya, im Nordwesten von Tansania. Es war beeindruckend, wie intensiv und emotional afrikanische Christen ihren Glauben zum Ausdruck bringen, wie sie aber auch herausgefordert werden, ihre Überzeugung im Alltag zu leben, ohne im Sumpf der Korruption zu landen. Für alle war der Einsatz ein unvergessliches Erlebnis.

Als wir wieder zurück in Deutschland waren, kam die erschreckende Nachricht, dass Erick auf der Fahrt zu einer Osterkonferenz einen schweren Unfall hatte. Zum Glück kamen er und seine Familie heil aus dem völlig zerstörten Auto. Der Erlös am Tansania Abend wurde zur Finanzierung eines neuen (gebrauchten) Autos bestimmt. Wir danken den Spendern, für ihre großzügige Hilfe!

Mit großer Freude erhielten wir von Erick die  Nachricht, dass an der Schule dank einer Spende vom NABU (Naturschutzbund) im Rahmen von „Earth Hour“ 100 junge Bäumchen gepflanzt werden konnten. Der NABU setzt sich weltweit für Umweltschutzprojekte ein. Erick Lungwe schreibt dazu:   „Wir hatten einige Herausforderungen bezüglich der Baumpflanzaktion, weil die Regenzeit zu spät einsetzte. Aber nun konnten wir Dank der Spende aus Deutschland 100 junge Bäumchen (Mangos, Orange, Papaya, Guaven und schattenspendende Bäume) an verschiedenen Stellen an der Schule pflanzen. Wir hoffen, dass sie gut anwachsen und die Regenzeit nicht vorzeitig aufhört. Ich bin sicher, dass die Schule dadurch viel schöner wird. Viele Grüße an alle Freunde und Asante Sana!“  Herzlichen Dank an den NABU, Ortsgruppe Reichenbach.

Im Namen des Vereins möchten wir  auch dem TSV Lichtenwald für die tolle Fußballspende danken. Die Kinder haben sich riesig über die schönen Bälle gefreut.

Wenn Sie sich näher über die Arbeit von Tayomi interessieren, finden Sie Informationen, Berichte und Bilder unter www.tayomi.de.

"Mysterium Natur"

Rückblick auf die Benefizveranstaltung der VHS Lichtenwald

am 3. November 2013

 

 Es war sehr erfreulich, wie viele Kunstinteressierte sich am Sonntag, den 3. November auf den Weg nach Lichtenwald machten zur Eröffnung der Ausstellung der Intarsienkünstler  Eberhard Scheihing und Andrej Fast, Manfred Adler (Baumobjekte) und Kunstmaler Walter Greiner.

Die Ehepaare Cramer und Scheihing hatten die Idee zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung und schafften es mit Unterstützung verschiedener Künstler aus Lichtenwald und darüber hinaus für die Zuschauer ein einmaliges Programm zusammen zu stellen. Sie bekamen Kunstvolles für Auge und Ohr geboten.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Rentschler und Herr Schattschneider leitete Eberhard Scheihing humorvoll durch das sorgfältig aufeinander abgestimmte Programm von musikalischen Beiträgen und Lesungen zum Thema „Baum“.

Gunilde und Jost Cramer brillierten am Klavier in wechselnden Besetzungen, verstärkt durch Ruth Scheihing an der Querflöte und Susanne Hornung an der Gitarre.

Herr Specht rezitierte zwischen den Musikstücken ausdruckstarke Texte von Hölderlin, Hesse, Kästner u.a., die immer in einem spannenden Dialog zu den musikalischen Darbietungen standen.

Eberhard Scheihing erläuterte fachkundig, wie unterschiedliche Ansätze in der Intarsienkunst die unglaubliche Vielfalt und Schönheit des Holzes nutzen um ausdrucksstarke, überraschende, berührende und zum Nachdenken anregende Bildwerke zu schaffen.Dies gelang auch dem Skulpturenkünstler Manfred Adler und dem Kunstmaler Walter Greiner auf die je eigene Weise sehr eindrucksvoll.

Faszinierend war, wie das Ganze zu einem sich ergänzenden Gesamtkunstwerk verschmolz und es war wohl kaum jemand aus der zahlreichen Zuhörerschaft, der nicht tief beeindruckt und beschenkt an diesem Abend nach Hause ging.

Ein besonderes Geschenk durfte an diesem Abend TAYOMI entgegennehmen. Alle Künstler und die VHS Lichtenwald stellten den Erlös der Veranstaltung komplett für die Unterstützung von Jugendlichen in Tansania zur Verfügung. Seit vielen Jahren schon gibt es über den deutschen Förderverein (VFC) für TAYOMI (Tansania Youth Ministries) intensive Kontakte nach Tansania. Über ein landesweites Netzwerk und über die Schule in Melela werden Jugendliche dabei unterstützt, ihren Platz im Leben zu finden und die Zukunft ihres Landes positiv mitzugestalten. Sie freuen sich jetzt über eine Spende von fast 900€, die ohne Abzüge der Arbeit dort zu Gute kommt. Wieder einmal kommt aus unserer Region eine starke Ermutigung für TAYOMI.  Nähere Information unter www.tayomi.de. Dass es dieses Mal auf so schöne und ansprechende Weise geschah, ist besonders zu würdigen.

Wir danken allen Künstlern, den Veranstaltern, allen die zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben und allen Spendern für Ihre Unterstützung. Wir grüßen Sie mit den Worten, die wir in Tansania aus dem Mund von dankbaren Jugendlichen immer wieder hören:

 

Asante sana, Mungu akubariki. Vielen Dank und Gott segne Sie!

 

Mit herzlichen Grüßen,

Siegfried Häußler. Vorsitzender des Fördervereins VFC

Hinweis: Die Ausstellung ist weiterhin geöffnet an den Sonntagen 15.12.2013, 19.1.2014 und 16.02.2014, jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr im Bürgerzentrum Lichtenwald.

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Der Förderverein VFC  in Reichenbach/Fils unterstützt seit einigen Jahren  die Organisation TAYOMI (Tanzanian Youth Ministeries), eine christliche überkonfessionelle Jugendarbeit in Tansania. Dazu gehört auch eine christliche Internatsschule für 250 Schüler im ländlichen Raum in Melela bei Morogoro.  Immer wieder sind wir mit Teams aus Deutschland vor Ort, um  Brücken zwischen Kontinenten und Kulturen zu bauen, sei es durch tatkräftige Hilfe, finanzielle Unterstützung aber auch durch Dialog und Zuwendung. Es ist immer wieder faszinierend, in eine völlig andere Welt einzutauchen und  eine große Herausforderung für uns Europäer.

Am 7. August macht sich ein Team von drei jungen Erwachsenen (zwei Lehrer und ein Arbeitserzieher)  für drei Wochen auf den Weg nach Tansania.  Sie wollen sich an der Dr. Mezger Secondary  Schule einen Eindruck vom tansanischen Schulunterricht machen, mit Lehrern und Schülern Kontakt aufnehmen, Nachhilfe in Englisch und Mathematik anbieten und nach den Patenkindern schauen.  Im Juli  ist die durch Spendengelder finanzierte  Krankenstation fertig geworden, die das Team  im Auftrag vom VFC einweihen darf.  Im Reisegepäck haben sie zwei  Mikro-Solaranlagen für die Krankenstation. Außerdem werden sie nach der großen Solaranlage schauen, die im März erweitert und repariert wurde und praktische Begleitung und Hilfestellung im handwerklichen Bereich anbieten. Nicht zuletzt werden sie  in die tansanische Kultur eintauchen und  ein wunderschönes, beeindruckendes Land kennenlernen.  Wir wünschen dem Team eine gute und segensreiche Reise. Safari  njema!

 

Bitte Vormerken: Tansania – Infoabend mit Berichten und Bildern am 19. Oktober um 18 Uhr in Lichtenwald Kirche TH.

 

Irmgard und Siegbert Kammermeyer

 

Besuch aus Tansania

Erick Lungwe mit Irmgard Kammermeyer

 

Erick Lungwe, der Leiter der afrikanischen Jungendorganisation CASFETA- TAYOMI und Direktor der DMS-Internatsschule in Melela kam im Juni erstmals zu Besuch nach Deutschland. (Anm. d. Red.: Sowohl für die Jugendorganisation wie für die Schule gibt es einen deutschen Unterstützerkreis, dem auch Mitglieder aus unserer Gemeinde und den Nachbargemeinden angehören. Wir haben bereits mehrfach darüber berichtet.)

Nach erheblichen Schwierigkeiten bei der VISA-Beschaffung für Erick begann am 4. Juni eine spannende und erfüllte Zeit mit vielen Freunden und Unterstützern der Tayomi- und DMS-Arbeit.

Erick Lungwe und Kulturschock in Deutschland? Von wegen. Erick fühlte sich offensichtlich sehr wohl unter den vielen Musungus (die Weißen). Alles ist so grün, alle Leute sind so freundlich, es ist alles so sauber, alles ist so perfekt. Nur ein Problem: Die Deutschen fahren auf der falschen Straßenseite (Tansania hat Linksverkehr), und das machte Erick zu Beginn richtig Angst. Die Zeit hier war randvoll mit Terminen, Begegnungen, Vorträgen und Besuchen in verschiedenen Gemeinden und Gruppen. Es gab  Kontakte zu Jungschargruppen und Konfirmanden,  zum YOMO Reichenbach (Jugendgottesdienst), dem Netzwerk XXL ( einem  überregionalen Treffen von Jugendleitern), Einladungen bei Familien, Besuche von Schulen, Begegnungen mit interessierten Senioren und nicht zu vergessen ein Treffen mit den verantwortlichen Lehrern der Schlaich-Akademie, die sehr gerne angehenden Arbeits-erziehern ihren Praktikumseinsatz an der DMS-Schule erlauben.

Der Besuch der Werkstätten des Berufsbildungswerks war nicht nur sehr beeindruckend,  er könnte auch richtungsweisend für die Einführung von Berufskursen an der DMS in Melela herausstellen. Mit dem Aufbau einer Fahrradreparaturwerkstatt, der Ausbildung im Schneiderhandwerk und der Gebäudeinstanthaltung ließen sich den jungen Menschen dort neue Perspektiven eröffnen. Gespräche mit staatlichen Entwicklungshilfe-organisationen laufen bereits.

Ein besonderer Höhepunkt war das Wiedersehen mit allen ehemaligen Einsatzhelfern auf dem Tannhof  in Hohengehren. Wir selbst staunten über die große Zahl der Helfer, die bereits in Tansania waren.

Ausflüge und Wanderungen in der schönen schwäbischen Landschaft, sowie zu den Königsschlössern bei Füssen, schwindelerregende Gefühle beim Blick von der Marienbrücke in die Pöllatschlucht, Seilbahnfahrt auf den Tegelberg, bildeten die „kulturellen“ Höhepunkte.

Erick meint: It is wonderful (es ist wunderbar) aber manchmal sagt er auch: pole-pole (d. h.: bitte langsamer).

Seine Botschaft an uns, ob jung oder alt lautet: Dein Leben hat einen Zweck, es hat eine wichtige Bedeutung für Gott. Die Bestimmung heißt: Change your world. Verändere deine Welt. Wie lebst du heute, wie willst du in 5 oder 10 Jahren leben? Wenn du das nicht weißt, dann stimmt was nicht, lasse es dir von Gott zeigen.

Am Abschluss-Abend fragten wir Erick nach seinen Highlights. Spontan antwortete er: „Mich hat sehr beeindruckt, wie liebevoll ich von allen aufgenommen wurde und wie offen ihr miteinander umgeht. Was ihr sagt und wie ihr lebt ist authentisch, direkt, aber nicht verletzend. Das ist bei uns in Tansania leider nicht so. Bei uns muss man sehr darauf achten das Gesicht nicht zu verlieren. Vieles muss versteckt  werden, sich gegenseitig zu vertrauen ist schwierig. Hier habe ich gelernt, dass einander zu vertrauen eine der wichtigsten Grundlagen ist um in Teams und als Leiter erfolgreich zu sein.

Aus deutscher Sicht haben wir Ericks  natürliche Herzlichkeit, der unkomplizierte Umgang mit geistlichen Wahrheiten, die emotionale Ausdrucksform der Gottesbeziehung schätzen gelernt. Man kann es vielleicht so zusammenfassen: Afrika denkt mit dem Herzen, wir Deutschen mit dem Verstand. 

Die kulturellen Unterschiede sind beachtlich. Aber wir können und dürfen voneinander lernen.

Ericks Besuch hat die Brücke "Deutschland - Tansania" sehr gefestigt. So freuen wir uns auf die weitere, vertrauensvolle Zusammenarbeit und jetzt schon auf unseren nächsten Einsatz in Afrika - im August 2012.

 

Irmgard und Siegbert Kammermeyer

 

 

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Postkarten für TAYOMI

 

 

 

Jugendlichen in Tansania Zukunft schenken – TAYOMI (Tansanian Youth Ministries)

 

Dieses Kunstpostkarten - Set mit afrikanischen Motiven können Sie in der Kreissparkasse Reichenbach, bei Pfarrer Siegfried Häußler oder Fam. Kammermeyer, Lichtenwald zugunsten von TAYOMI kaufen. Der Erlös kommt dem christlichen Jugendnetzwerk in Tansania/Afrika zugute. Mit Ihrer Spende helfen Sie, Jugendlichen eine Perspektive für ihr Leben zu geben und die Mitarbeiter bei TAYOMI zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter www.tayomi.de

 Herzlichen Dank!

Der Förderverein (VfC) für Casfeta/TAYOMI, Vorsitz Pfarrer Siegfried Häußler, Reichenbach

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Adventsmärkte in Hohengehren, Reichenbach und Lichtenwald

Herzlichen Dank!

 

Mit großer Freude können wir mitteilen, dass wir von den Adventsmärkten in Lichtenwald, Reichenbach und Hohengehren  einen Erlös von 1500 Euro erzielt haben. Dieses Geld kommt zu hundert Prozent  dem christlichen Jugendnetzwerk Tayomi  und der DMS Secondary Schule in Melela in Tansania zugute. Wir danken allen Spendern, den fleißigen Helfern, der Kaffeerösterei Rudolf für die Kaffeemaschine und der Musikschule Reichenbach für den Marktstand.

Nähere Informationen erhalten Sie  unter www.tayomi.de.

 

Asante sana – vielen Dank!

Irmgard und Siegbert Kammermeyer

 

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Mwanza (links) , Montieren der Solaranlage (rechts)

Team mit Erick Lungwe (links), renovierte Schlafräume (rechts)

in der Werkstatt (links), Konferenz in Mbeya (rechts)

Tansania – ein Land zwischen atemberaubender Schönheit und gigantischen Herausforderungen

Das Land Tansania in Ostafrika ist ein Traumziel für viele Touristen. Es liegt am indischen Ozean, die Hauptstadt ist Dodoma, Regierungssitz und größte Stadt ist Daressalam. Tansania ist zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland und gehört trotz intensiver Entwicklungshilfe zu den armen Ländern der Welt. 60 Prozent der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die nach vielen Einschätzungen kaum eine Perspektive für eine bessere Zukunft haben. Die Aidsrate liegt bei 20 Prozent und Korruption durchzieht das Land wie ein Krebsgeschwür.

„Change the life of Youth to change the World – Verändere das Leben der Jugend um die Welt zu verändern, lautet das Motto von TAYOMI (Tansanian Youth Ministeries) – eine überkonfessionelle Organisation von afrikanischen Christen, die materielle, ideelle und christliche Jugendarbeit in Tansania aufbaut und fördert. Diese Bewegung entstand vor rund 20 Jahren und erreicht inzwischen im ganzen Land rund 40000 Jugendliche. Sie wird finanziert und unterstützt über den Förderverein für TAYOMI (VfC) mit Sitz in Reichenbach/Fils.  Zu TAYOMI gehört auch die Secondar- Internatsschule in Melela, die inzwischen auf 250 Studenten angewachsen ist.

Ein Team aus Deutschland war im Juli/August wieder vor Ort, um die Entwicklung der Schule und das Jugendnetzwerk im Land zu besichtigen. Außerdem wurde die Solaranlage an der Schule erweitert. Hier ihr aktueller Bericht:

Am 13. Juli flogen wir (Pfarrer Siegfried Häußler, Siegbert und Irmgard Kammermeyer) erneut nach Tansania. Das  Ziel unserer Reise war diesmal das Jugendnetzwerk TAYOMI näher kennen zu lernen und die Casfeta (Christ-Ambassador- Fellowship- Tansania) Gruppen vor Ort zu besuchen. Wir fuhren rund 5000 km durch das ganze Land, von Daressalam im Osten am indischen Ozean, nach Mwanza im Norden am Victoriasee, dann nach Mbeya im äußersten Südwesten in den Highlands von Tansania. Wir waren beeindruckt von den unterschiedlichen Landschaften: Weites, ödes, trockenes Land mit riesigen runden Felsbrocken, verstreut, es sah aus als hätte der liebe Gott mit Murmeln gespielt und vergessen aufzuräumen. Dann fuhren wir durch grüne Gegenden mit fruchtbaren Ackerböden und herrlichen Früchten.  Wir sahen hohe Berge mit Pinienwäldern und genossen die angenehm frische Luft. Wir begegneten fröhlichen, gastfreundlichen Menschen in ihren ärmlichen Häusern, und überall waren Scharen von neugierigen Kindern, die uns „Musungus“ bestaunten.

Erick Lungwe, der Leiter von TAYOMI, brachte uns mit den verschiedenen Casfeta/TAYOMI Gruppen zusammen an Universitäten und Schulen. Wir erlebten kraftvolle, afrikanische Spiritualität und waren beeindruckt von der authentischen christlichen Lebenshaltung dieser jungen Menschen und ihrem Ernst, nach dem Motto von TAYOMI zu leben. Wir forderten sie heraus das Motto anstelle „.. to change the world“ in „to change your World“, also in „deine Welt“  zu verändern und ermutigten sie, Hoffnungsträger für ihr Land Tansania zu sein. Wir trafen engagierte Mitarbeiter und potentielle Verantwortungsträger, die bereit sind Misswirtschaft und Korruption nicht mehr zu tolerieren, sondern durch Vorbild neue Zeichen zu setzen. Dies ist eine große Herausforderung, aber aus unserer Sicht ein hoffnungsvoller Weg Systeme mittelfristig von „innen“ heraus zu verändern. Wir ermutigten sie, Dinge selbst anzupacken anstelle auf Hilfe von außen oder von einer kaum handlungsfähigen Regierung zu erwarten. 

Ein großes Problem ist, dass viele gut ausgebildete  Uni-Absolventen  keine Arbeit bekommen. Hier versuchten wir neue Denkansätze zu vermitteln. Das Land braucht vor allem gute Fachkräfte auf allen Gebieten, ob Landwirtschaft, Handwerk oder Handel. Das Land braucht  flächendeckend tansanische „Kleinunternehmer“ und „Genossenschaften“. Nur so kann der massiven und aggressiven Politik der Ausbeutung des Landes durch ausländische  „Investoren“ begegnet werden.

Unsere weitere Aufgabe war nach der Internatsschule in Melela zu schauen. Wir waren überrascht von der positiven Entwicklung. Das alte Lehrerhaus wird fachmännisch renoviert und kann bald bezogen werden, die Lehrer sind motiviert, die Kinder machen einen fröhlichen Eindruck. Die Schlafräume wurden frisch gestrichen,  Decken eingezogen und die Fenster mit Moskitogittern versehen. Die Sonnenblumen sind aufgegangen, es konnten vier Säcke Samen geerntet werden. Außerdem bestaunten wir auf dem Schulacker die gesunden Kasawa-Pflanzen (Süßkartoffeln).

Durch das Anwachsen der Schülerzahl auf 250 Studenten ist auch der Energiebedarf größer geworden. Eine großzügige Spende ermöglichte den Ausbau der vorhandenen Solaranlage.

 

Anfang August reiste ein Team, bestehend aus dem „Fundi“ (Fachmann) Reinhard und den zwei engagierten jungen Damen Sarah und Daniela nach Melela. Sie installierten in zwei Wochen die Solaranlage sowohl auf der Schule als auch auf dem Dach der Mädchenschlafräume und dem Lehrerhaus. Wie glücklich waren die „Girls“, als sie Licht hatten. Christa Häußler konnte zusammen mit Mary, der Krankenschwester der Schule, die Medikamente auffrischen und zeigte ihr, wie man ein Blutdruckmessgerät und ein Fieberthermometer bedient. Außerdem erkundigte sie sich über die Maßnahmen der Aidsaufklärung- und Vorsorge an der Schule. So war es für alle wieder eine äußerst intensive und bereichernde Zeit mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Es ist wichtig, dass vor Ort durch sensible, persönliche Begleitung und Unterstützung ein Austausch zwischen zwei Welten und Kulturen stattfindet, wo jeder dabei profitieren kann. Wir danken für Ihr Interesse und laden herzlich ein zu unserem TAYOMI Infoabend in Reichenbach am 15. Oktober ab 18 Uhr im Paul-Schneider-Haus. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.tayomi.de

Irmgard Kammermeyer