Mittagessen in der Auferstehungskirche

Jeweils  montags von 12:00 - 14:00 Uhr.

Jeder der Lust hat ist eingeladen.

Die nächsten Termine sind am

25.03.

08.04.

29.04.

13.05.

27.05.

24.06.

08.07.

22.07.

16.09.

 

Kontakt: Manuela Israel, Tel. 945502

Kosten: auf freiwilliger Basis um die Unkosten zu decken und Bedürftigen gezielt zu helfen.

 

 

Konzert am Erscheinungsfest

Konzert am Erscheinungsfest

„Siehe, dein König kommt zu dir“

 

Zum 8-ten Mal wurde in der Auferstehungskirche Thomashardt die Weihnachtszeit 2018 mit Lesungen, Flöten- und Orgelklängen vor einer fast voll besetzten Kirche verabschiedet. Zur Einstimmung auf diese Stunde erklang die Orgel mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Niels W. Gade, einem dänischen Organisten der Romantik. Noch einmal erklangen weihnachtliche Weisen durch die Querflöten- und Blockflötengruppe.

Mit Johann Sebastian Bach‘s Orgelchoral „Wir glauben all an einen Gott“, BWV 740, in barocker Klangauswahl vorgetragen, erfolgte die Überleitung zu  Flötenstücken der Barockzeit von Telemann und Anderen.

Als besonders feinfühlig abgestimmt wurden die Stücke mit Querflöte und Altquerflöte  empfunden. Hier zeigte die Digitalorgel mit ihren originalen Pfeifenklängen ihre besondere Qualität sich als Begleitinstrument an die Flöten anzupassen, aber dennoch eigenständig hörbar zu bleiben. Diese Fähigkeit war dann auch im Zusammenspiel mit dem Flauti dolci und dem Querflötenquartett noch einmal wirkungsvoll zu erleben.

Die Flöten- und Orgelbeiträge wurden von feinsinnigen und ausdrucksstarken Lesungen untermalt, die von Ruth Drosdol professionell vorgetragen wurden.

Den Schlusspunkt setzte dann die Orgel mit Alexandre Guilmant‘s Paraphrase über einen Chor aus dem Oratorium „Judas Maccabaeus“ von Georg Friedrich Händel, welche später für das bekannte Weihnachtlied „Tochter Zion freue dich“ verwendet und auch für das Motto dieses Abend’s „ Siehe, dein König kommt zu dir“ gewählt wurde. Mit fast nicht enden wollendem Beifall wurden alle Mitwirkenden des Konzerts für die Leistung und die Gestaltung dieses schönen Abends belohnt und verabschiedet. Viele Teilnehmer haben sich anschließend noch einmal sehr beeindruckt geäußert.

 

Chor- und Instrumentalkonzert des Kirchenchores

Vom Barock in die Neuzeit

Konzert des Lichtenwalder Kirchenchors

 

Bach ist und bleibt Bach! Unverwechselbar. Trefflicher hätte das Konzert nicht beginnen können als mit „Ich will den Namen Gottes loben“ aus Kantate 142. Man durfte schwelgen in großartiger Festmusik. Schon das facettenreiche Vorspiel von Orgel (Gotthilf Greiner) und Flöten, dem nachfolgend einsetzenden stimmgewaltigen Chor machten Lust auf mehr. „Wir singen all mit Freudenschall“, eine triumphale zweichörige Komposition von Johann Eccard (1553-1611), ließ ebenso aufhorchen. J. Eccard, ein Schüler von Orlando di Lasso der auch in München wirkte, zählte zu den führenden Komponisten. Faszinierend war die wechselnde Führungsposition zwischen den Chören, wobei der erste vom Chor, der zweite vom Flötenensemble übernommen wurde. Letzterer hatte sich dazu im hinteren Teil der Kirche aufgestellt. Die beabsichtigte Wirkung blieb nicht aus. Mit dem 146. Psalm „Du meine Seele singe“, vertont durch Johann Ebeling (1637-1676), konnte der Chor einmal mehr unter Beweis stellen, wie berührend es anmutet, wenn Komposition und Text sich zu einer Einheit verschmelzen. Ein authentischer Vortrag. Die Begleitung sowie das Zwischenspiel der Flöten, vertieften den Eindruck. Johann Rosenmüller (1619-1684) spürte der Wahrheitsfindung nach und dies schlug sich textlich wie kompositorisch nieder in „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ (Kleine Kantate). Das war mit dem großen Zeigefinger auf den Punkt gebracht. Und doch schwang Verheißung und Zuversicht mit.

Gotthilf Greiner wechselte von der Orgel zum E-Piano, mischte dort aber nicht Pastellfarben, wenngleich wie leichte Pinselführung seine Finger in die Tastatur griffen zum Vorspiel von „Mal Gottes Regenbogen an den dunklen Himmel“ und quasi eine Tonmalerei skizzierte. Der Chor nahm die vorgegebene Leichtigkeit auf um dann aber gemeinsam die Wolken vom Himmel zu schaufeln. Text und Musik stammen von Martin Gotthard Schneider (1930-2017). In den Reigen neuerer Musik reihten sich „Wo Menschen sich vergessen“, nach einem Satz von Klaus-Ewald Fischbach (1935-2017); „Jesus, be a fence“, ein Gospelsong von Peter Sandwall (geb. 1950), bei welchem Susanne Lindner das Soli sang und der Chor jeweils gut parierte, auch weil dieser sich vom souveränen Spiel Gotthilf Greiners gut geführt wusste.

Nicht nur bei den begleitenden Aufgaben faszinierte das Flötenquintett mit ausgesucht schönen Stücken, gleich vorneweg mit einem höfischen Tanz „Pavan und Gaillard“ von Richard Mico (1590-1661). Diese Tänze wurden seinerzeit im Volksmund als „Dantz und Hupfauf“ bezeichnet, und die Flötistinnen haben dies im tänzerischen Spiel gekonnt umgesetzt. Wie erhaben-schön Blockflötenmusik dem Ohr schmeichelt wurde in den Sätzen von Georg Philipp Telemann ganz hervorragend inszeniert: Suite C-dur / Ouvertüre-Rondeau-Loure-Rigaudon. Ein genussvolles Zusammenspiel. Lobenswert auch, dass Stücke nicht oder nicht mehr so bekannter Komponisten das Programm bereicherten. Da sind zu nennen Antony Holborne (1545-1602) mit „The honey suckle – The Sigh“, eine grandiose Wiedergabe; Glenn Shannon mit „Präludium und Fuge d-moll (1997). Die Freude am Musizieren bei diesem flott daherkommenden Stück war spürbar, aber auch „Amazing Blue Grace“ von Lance Eccles (geb. 1944) beeindruckte.

Die gesamte Blockflötenfamilie war im Aufgebot, angefangen von der Sopran- bis zur Subbassflöte und alle fünf Spielerinnen beherrschen sie virtuos. Und das sind sie: Andrea Höchstädter, Beate Sauer, Heide Susenbeth, Karin Wenger-Schnaible, Elisabeth Wolf.

Lesungen ergänzten das Programm. Dazu hatte Pfarrerin Tamara Besserer den 145. Psalm ausgesucht – ein Lobpreis –  dem der bekannte Vers entstammt „Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte“. Nicht von ungefähr verlas sie auch den Text zu „Mal Gottes Regenbogen an den dunklen Himmel“, ein ganz ausgezeichnetes tiefschürfendes Gedicht.

Beim Irischen Segen „Mögen Wege dir offenstehn, mög der Wind dir stets im Rücken sein“ von Bob Chilcott (geb. 1955), mündete alles in einen wunderbaren Zusammenklang. Schöner kann ein Kirchenkonzert gar nicht ausklingen.

Insgesamt war es ein Programm das auf Vielfalt setzte ohne in Beliebigkeit zu verfallen.

Dank an den Kirchenchor, Gotthilf Greiner, das Flötenquintett, Pfarrerin Besserer und Hartmut Wolf, dem die Leitung oblag, und der mit diesem wunderbaren Konzert bei den Besuchern ein feines Lächeln auf die Gesichter zauberte.

 

Gisela Reuß